Ohne Deutschlands Bonität ist Euroland verloren

Kategorie: Wirtschaft

Europa und mit Europa die ganze Weltwirtschaft, kommt wegen der Euro-Krise ins Wanken. Ist die Europäische Zentralbank (EZB) als Kreditgeber für angeschlagene Länder der letzten Rettungsanker? International stehen Deutschland und Angela Merkel derzeit unter großem Druck. Alle Welt will die EZB als Rettungsanker für angeschlagene Eurostaaten etablieren. Dies steht im krassen Widerspruch zu der bisherigen Praxis in Deutschland, die in den vergangenen Jahrzehnten für eine sehr hohe Währungsstabilität gesorgt hat.

Klares Nein für die Notenpresse
Eine direkte Finanzierung ins Straucheln geratener Staaten durch die Notenpresse birgt sehr hohe Risiken für die Stabilität des Euros und befeuert die Inflation im Euro-Raum. Merkels Veto gegen diese Art der Schuldensanierung wird unterstützt von Bundesbank-Chef Jens Weidmann. Auch das Bundesverfassungsgericht hat derartige Bestrebungen abschlägig beurteilt.

Indes wird international besonders aus den USA aber auch aus England großer Druck ausgeübt, den Schritt zur Sanierung angeschlagener Staaten über die Notenpresse zu gehen. Nur Österreich und Deutschland scheinen noch die Gunst der Märkte zu besitzen und können für unter 2% Staatsanleihen platzieren. Länder wie beispielsweise Italien müssen hier bereits über 5% bezahlen – Tendenz: steigend.

Daher ist für manche der einfache Schritt über die EZB die Zinslasten mancher Staaten über die Notenpresse zu lindern, nahe liegend. Doch die europäischen Verträge verbieten ausdrücklich die Staatsfinanzierung durch die Notenpresse.

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