Von wegen platt – Conti-Chef sieht Autobranche weiter auf Wachstumskurs

Kategorie: Wirtschaft

Continental Konzernchef Elmar Degenhart begegnet der lahmenden europäischen Autobranchen-Konjunktur mit Wachstums-Optimismus. Der operative Kopf des Autozulieferers verweist trotz massiver eigener Schuldenlast auf ein umsatzstarkes viertes Quartal samt zeitnahem Steigerungspotential. Dank eines Jahres-Gesamterlöses von rund 30 Milliarden Euro sei die angepeilte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr mit 15% sogar noch übertroffen worden.

Ungeachtet weltweit gestiegener Kautschukpreise stünde dem Unternehmen zufolge ein Erreichen der angestrebten 10% Umsatzrendite in Aussicht. Den branchenüblichen Gepflogenheiten entsprechend dürfte dies allerdings alleine durch Kostenweitergabe an den Kunden, sprich erhöhte Reifenpreise realisierbar sein. Nach Einschätzung Degenharts sei das konjunkturbedingte Schwächeln des europäischen Automarktes bereits 2012 durch vielversprechendes Wachstumspotential in Amerika oder Asien mehr als kompensierbar. Bis zu 78 Millionen weltweit vom Band laufender Autos wären demnach für 2012 keine Fiktion, ebensowenig wie ein deutliches Zulegen des deutschen Absatzmarktes. Hauptsächlichen Anlaß zu dieser Hoffnung gäben bereits knapp 20% des Gesamtumsatzes von Conti & Co. auf dem amerikanischen Doppelkontinent sowie in den wachstumsintensiven asiatischen Schwellenländern. Geht es nach dem Conti-Chef erlebt die gesamte Branche bis 2020 sogar ein Wachstum bis ca. 30%, sprich 100 Millionen auf dem Globus verkaufte Autos. Degenharts große Wachstums-Zuversicht begründet sich letztlich auf raschem Schuldenabbau mit der Perspektive spürbar verbesserten Agenturen-Ratings samt dadurch steigendem Zuspruch für Conti-Aktien.

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