Wieder längere Arbeitszeiten – Das Ende der Krise?

Kategorie: Wirtschaft

Um der sinkenden Nachfrage Rechnung zu tragen, mussten viele Unternehmen Ihre Arbeiter und Angestellten während der Wirtschaftskrise in Kurzarbeit schicken. Einer aktuellen Studie zufolge scheint das wirtschaftliche Tal durchschritten, die Deutschen arbeiten im Durchschnitt wieder genauso lange, wie vor der Krise. Mit 41 Stunden pro Woche liegt die Arbeitszeit im Schnitt etwa 1,5 Stunden höher als während der Krise, bei den besonders stark betroffenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie sind es sogar 3 Stunden Steigerung.

Christine Franz vom Institut für Arbeit und Qualifikation ergänzte die Analyse damit, dass die aktuelle Arbeitszeitverlängerung weit über den Abbau der Kurzarbeit hinaus gehe. Ihr Kollege Steffen Lehnhoff sah dies als deutlichen Beleg für die Wirksamkeit der Flexibilität der Arbeitszeiten in Deutschland. Ein Wermutstropfen aber bleibt: Die Erhöhung der durchschnittlichen Arbeitszeit verhindert Neueinstellung.

Helga Schwitzer, Vorstandsmitglied und Tarifexpertin der IG Metall, forderte in einer Mitteilung am Freitag in Frankfurt die Unternehmen zu mehr Festeinstellungen auf: “Es gibt genug Arbeit in den Betrieben und für viele Beschäftigte sind die Arbeitszeiten nach der Krise wieder länger geworden.” Es sei nun wichtig stabile Arbeitsplätze zu schaffen anstatt die Arbeitszeiten zu verlängern.

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